Identifikation von Stanzmarken zur Steuerung von Stanzmaschinen

Zifferblatt Stanzmarken
Zifferblatt mit Stanzmarken Stanzmarken (vergrößert)
Ein Beispiel für den Einsatz der digitalen Bildverarbeitung in der Steuerungstechnik ist die Identifikation von Stanzmarken für eine X-, Y- und Z- gesteuerte Stanzmaschine. Die oft in Siebdrucktechnik oder ähnlichen Verfahren aufgebrachten Muster für Zifferblätter, Frontplatten und Schilder für Geräte usw. haben, bedingt durch diese Technik und durch die Reproduktion vieler Einzelmuster auf z.B. Bogen- oder Rollenware, gewisse Ungenauigkeiten der Lage der einzelnen " Nutzen ". Deshalb wird jeder Nutzen (z.B. jede einzelne Frontplatte) mit 2 oder 3 Meßmarken versehen, die vor dem Stanzvorgang von Fernsehkameras aufgenommen werden. Ein angeschlossener Rechner analysiert die Lage dieser Marken und steuert das Stanzmaterial und das Werkzeug so, daß die Konturen der Stanzteile möglichst gut vom Werkzeug getroffen werden. Die X-Bewegung ist dabei normalerweise der Materialvorschub, die Y-Richtung die Bewegung des Werkzeuges quer dazu und die Z-Richtung wird durch eine Drehung des Werkzeuges realisiert. Um die Zahl der Stanzungen möglichst nur von der Mechanik abhängig zu machen, muß die Identifikation der Stanzmarken und die Auswertung von deren Position sehr schnell erfolgen. Erreicht werden mit den üblichen PC´s Zeiten von ca. 100 ms pro Kamerabild. Bei einer Stanzzahl gängiger Maschinen von ca. 30-40 Stanzhüben pro Minute fällt die zusätzliche Zeit für die Identifikation kaum ins Gewicht. Die Markenmuster selbst sind vom Benutzer weitgehend frei wählbar. Sie werden dem Rechner einfach einmal eingelernt. Bis zu einem gewissen Grade können die Marken auch verstümmelt sein, der verwendete Korrelationsalgorithmus ist weitgehend unempfindlich gegen solche Einflüsse.